Am 16.12.2025 wurde die Lichtskulptur „Unendlichkeit des Lichts“ der Ausnahmekünstlerin Billi Thanner zwischen den Türmen der Votivkirche in Wien feierlich eröffnet – eine temporäre Installation, die Ingenieurtechnik und Kunst in rund 80–90 m Höhe vereint.
Aus technischer Sicht im Überblick:
• ca. 28 m lange Aluminiumkonstruktion in Form einer Infinity-Schleife
• Montage auf einem lastverteilenden Trägerrost, gelagert auf im Turminneren verankerten Stahlkonsolen
• torsionssteifer Gerüstturm und zwei kreuzende Kragträger, die durch die Steinrosetten geführt wurden
• 3D-Scan der Kirchtürme zur exakten Positionierung von Trägerrost, Gerüstturm, Kragträgern und Skulptur
• statische Bemessung nach Eurocode auf Basis von 3D-CFD-Windanalysen (RWIND) und Tragwerksmodellen in RFEM
• Berücksichtigung winderregter Schwingungen und erhöhter Lasten durch urbane Turbulenz (bis zu +20 % gegenüber vereinfachten Ansätzen)
Die „Unendlichkeit des Lichtes“ spannt eine 28 × 6 Meter große Aluminiumskulptur – in warmweißem Licht – zwischen die Türme der Votivkirche und setzt damit einen zeitgenössischen, minimalistisch geprägten Kontrapunkt zur neogotischen Architektur – als räumliche Metapher für Kontinuität, Balance und Verbindung. Die Skulptur versteht sich als unabhängige Intervention im öffentlichen Raum, die ohne religiöse Überhöhung eine offene Wahrnehmung schafft und Kunst „für alle sichtbar machen will, die hinsehen wollen“, so die Künstlerin.
In die Entstehungsgeschichte floss ein intensiver Austausch zwischen künstlerischer Vision und technischer Machbarkeit ein. Billi Thanner beschreibt diese Zusammenarbeit so:
Mir war von Anfang an klar: Diese Vision braucht ein tragfähiges Rückgrat. Die Verbindung mit KPPK kam durch eine Empfehlung – und wurde schnell zu einer echten Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe. Wir teilen den Respekt vor Präzision und Wirkung. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen.






