Furth bei Göttweig – Wohnbau im sensiblen Kontext

Luftansicht eines Wohnbauprojekts neben einem historischen Kirchturm und umgeben von Weinbergen.

Im Ortszentrum von Furth bei Göttweig entsteht ein Wohnbauensemble im unmittelbaren Umfeld des Weltkulturerbes Stift Göttweig. Die Planung reagiert auf die besondere Lage zwischen gewachsenem Bestand, topografischen Gegebenheiten und Hochwasseranforderungen.

Das Projekt gliedert sich in fünf eigenständige Baukörper, die über eine zusammenhängende, zweigeschoßige Tiefgarage verbunden sind. Die Stahlbeton-Massivbauweise gewährleistet eine klare Lastabtragung und bildet die Grundlage für eine langfristig flexible Nutzung.

Ein zentraler Aspekt der Planung ist die Hochwassersicherheit. Die Erdgeschoßzone ist so konzipiert, dass im Ereignisfall eine kontrollierte Durchströmung möglich ist und keine zusätzliche Belastung für das Ortsgebiet entsteht. Bestehende Strukturen – wie die Stützmauer und das historische Kelleramt – wurden in die Planung integriert und konstruktiv berücksichtigt.

Die Tiefgarage ist barrierefrei erschlossen und für E-Mobilität vorbereitet. Anforderungen an Tragwerk und Haustechnik wurden frühzeitig abgestimmt und entsprechend umgesetzt.

Ergänzt wird das Konzept durch eine energieeffiziente Bauweise, den Einsatz nachhaltiger Materialien sowie begrünte Freiflächen zwischen den Baukörpern. Diese sind sowohl gestalterisch als auch bauphysikalisch auf Dauerhaftigkeit und Nutzungskomfort ausgelegt.

Es entstehen 42 geförderte Wohnungen mit Nutzflächen von 46 bis 102 m², drei Gewerbeeinheiten sowie 53 Stellplätze. Das Projekt verbindet wirtschaftliche Effizienz mit konstruktiver Klarheit und reagiert präzise auf die funktionalen, statischen und klimatischen Anforderungen des Standorts.