20 Jahre – 20 Projekte 🔙 Rückblick: Votivkirche
Tragwerksplanung zwischen Historie und Verantwortung
Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Wiener Votivkirche wurde eine detaillierte Berechnung des dreidimensionalen Tragwerks durchgeführt.
Unsere Aufgabe:
- Lastverteilung aus dem Außengerüst berechnen
- Auswirkungen auf die T-förmigen Stahlschwerter bewerten
- Integrität der unterspannten Ixen-Träger sichern
Das Ziel war klar: maximale Sicherheit bei minimalem Eingriff.
Sanierung trifft Substanz: Die Baldachine
Viele der aufwendig gestalteten Baldachine waren durch Spannungen gerissen – trotz historischer Verstärkungen mit Blei.
Unsere Lösung:
- Rissinjektion mit Kunstharz
- Verankerung der Hauptsteine über CFK- und GFK-Stäbe
- rückbauschonende Instandsetzung durch passgenaue Bohrungen
So sichern wir nicht nur Bauwerksteile, sondern auch die historische Identität.
Bauwerksbuch nach § 128a WBO – Pflicht mit Weitblick
Mit der aktuellen Novelle der Wiener Bauordnung müssen alle vor 1945 errichteten Gebäude einer bautechnischen Prüfung unterzogen werden – auch historische Sonderbauten wie die Votivkirche.
Besonders hier ist die Herausforderung groß:
- filigrane Verbindung von Konstruktion und Zierelementen
- komplexe statische Systeme in sensibler Bausubstanz
- Inspektionskonzepte, die Handwerk und Hightech verbinden
Das Bauwerksbuch macht all das systematisch erfassbar: Zustand, Maßnahmen, Intervalle.
🔍 Warum ist das wichtig?
Weil ein Denkmal wie dieses nicht nur erhalten, sondern auch in seiner ganzen Komplexität verstanden werden muss – baulich, historisch, technisch.
📍 Votivkirche, Wien
🏛 Architektur: Heinrich Ferstel
🛠 Beitrag: Tragwerksplanung, Sanierungskonzept, Bauwerksbuch
📸 Fotos: ©PicMyPlace GmbH Real Agency




